Gasthaus Tscheppe | Südsteirische Weinstrasse

Tscheppe | Testesser

ANMERKUNG: Das Lokal wurde mittlerweile neu übernommen! Diese Bewertung stammt aus dem Jahr 2015 und hat mit dem heutigen Lokal nichts gemein.

Seit 1. März 2015 verwöhnen Jürgen Pongratz & Kerstin Göritzer im Gasthaus Tscheppe an der Südsteirischen Weinstraße ihre Gäste mit kalten und warmen steirischen Köstlichkeiten und mit einem atemberaubenden Blick über die Weinhänge der Umgebung.

Zum Glück hatten wir an diesem wunderschönen Herbst-Tag einen Tisch reserviert, denn die Terrasse war bei unserem Eintreffen um 14:00 Uhr bis auf den letzten Platz gefüllt.

Der Begrüßungsdrunk ließ ein wenig auf sich warten, angesichts des herrlichen Blicks über die Südsteiermark, sahen wir darüber gelassen hinweg!

Da wir informiert wurden, dass die Wartezeit auf ein Backhenderl etwa eine Stunde betragen würde und das Rindsgulasch leider aufgegessen sei, haben wir uns alternativ für gesulzten Tafelspitz und die gemischte Rohschinkenplatte und als Hauptgang für Wienerschnitzel, gebackene Karpfenfilets auf Blattsalat sowie die Tagesempfehlungen Lammkotelette auf Gemüse (statt Rahmkartoffeln) und Schweinefilet-Spieße entschieden.

Die rasch servierte Sturm*-Überbrückungsrunde ließ uns auf einen schnellen Start in den kulinarischen Testnachmittag hoffen. Doch weit, weit gefehlt.

Auf Nachfrage – 45 Minuten nach der Bestellung – wurde uns erklärt, dass die Küche zur Zeit 160 Bestellungen gleichzeitig zu bearbeiten hätte. Richtig stutzig wurden wir allerdings, als das Pärchen am Nebentisch, das lange nach uns gekommen war, bereits die Rechnung beglich.

Erst auf neuerliches Nachfragen, erfuhren wir, dass es ein Computerproblem gegeben hatte und unsere Bestellungen gelöscht und somit nie in der Küche angekommen waren. Danke für die Auskunft nach 90 Minuten Wartezeit!!! Somit wurden alle Speisen erneut, diesmal ausfallsicher, auf einem Block notiert.

Punkt 16:00 Uhr erhielten wir die lang ersehnten Vorspeisen. Von der Größe hatten wir uns mehr erwartet, wobei unser Urteilsvermögen durch das große Hungergefühl etwas beeinträchtigt war.

Nachdem auch die Hauptspeisen – in unterschiedlichen Zeitintervallen – an den Tisch gebracht wurden, konnte das große Testessen beginnen. Das Schnitzerl war knusprig und nicht fettig. Die Pommes schmeckten selbst gemacht. Der Karpfen wirkte etwas lieblos auf den Blattsalat gelegt, war aber in der Kürbiskernpanier durchaus genießbar. Das Schweinchen etwas trocken, aber nett auf einem Gemüsebett arrangiert. Apropos Gemüse – dieses fehlte gänzlich auf dem Teller mit den Lammkotelettes. Auch auf Nachfrage wurde dieses nicht mehr an den Tisch gebracht.

Nachdem das Mittagessen letztendlich zu einem Abendessen wurde, entschieden wir, nicht bis Mitternacht auf das Dessert warten zu wollen und verließen das Restaurant – auf nicht-mehr-Wiedersehen! Schade, sehr schade, denn das Lokal, die Terrasse und auch die Speisen sind durchaus zu empfehlen. Leider mangelt es am Reklamationsmanagement und auch an der Aufmerksamkeit des Personals.

ANMERKUNG: Das Lokal wurde mittlerweile neu übernommen! Diese Bewertung stammt aus dem Jahr 2015 und hat mit dem heutigen Lokal nichts gemein.

*Sturm ist noch kein fertiger Wein, sondern aus weißen oder roten Rebsorten gepresster Traubenmost, dessen alkoholische Gärung gerade begonnen hat und der noch keiner Filtration unterworfen war. Gemäß Weingesetz heißt in Österreich der teilweise vergorene Traubenmost egal welcher Farbe Sturm. [Quelle: Wikipedia]

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